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April 2012

Die Zunge löst sich weiter. Inzwischen schnalzt er damit. Zunge raus

Außerdem geht er jetzt alleine die Treppen rauf! Hält sich am Geländer fest und geht Stufe für Stufe. Das ist eine große Erleichterung.

Am 7. April bekommt er dann Fieber, 39,3° C. Nach vier Tagen hat er wieder normale Temperatur. Ist auch meist gut gelaunt. Nur etwas ruhiger und anhänglicher.

Danach hat er offensichtlich einen steifen Hals. Der ihn in der Nacht immer wieder weinend aufwachen lässt. Tagsüber ist er auch sehr launisch. Nach drei Tagen ist der Hals wieder gut.

Und es beginnt der Husten. Der sich dann im Laufe der Zeit verschlimmert und wieder bessert. Allerdings wandelt er sich dann in bis zu 10-minütigem Hustenanfällen, bei denen Max würgt, Essen und Schleim rauf bricht und richtig fertig ist. Teilweise muss er nachts in fünf minütigen Abstand husten. Mit Schlafen und Erholen ist da wenig.

Am 21. April kommt dann Max Schwester Anna zu Welt. Er ist sehr skeptisch und der Husten wird schlimmer. Wir lesen nach, dass energetisch betrachtet, der Husten ein Zeichen der Aggression ist... Alles klar... Wir interpretieren: seine Reaktion auf Anna. Er kann es uns ja nicht anders mitteilen, dass ihm das nicht passt.

Zur U2 für Anna kommt unser Kinderarzt zu uns nach Hause und untersucht dabei gleich auch Max. Nach einem Abstrich ist klar: Max hat Keuchhusten. Nach Rücksprache mit Herrn Grätz pausieren wir die homöopathische chronische Behandlung. Der Kinderarzt rät uns zur Antibiotikagabe bei Max, damit die Ansteckungsfähigkeit auf eine Woche reduziert wird und zur Impfung von Anna. Beides kommt für uns nicht in Frage. Auch über die Maßnahme, Max für mehrere Wochen zu meinen Eltern, quasi in Quarantäne zu schicken, ist schnell entschieden.

Nachdem ich im Internet einiges über den Keuchhusten und vor allem über die 100%ige Wahrscheinlichkeit, dass Säuglinge sich immer anstecken, lese, merke ich, dass ich Angst davor habe. Als dann Anna nach einer Woche auch zum Husten beginnt und einen Schnupfen bekommt, treffe ich eine Entscheidung: Wenn es sein soll, dass auch Anna Keuchhusten bekommt, dann muss es wohl so sein. Ich lege meine Angst ab, entspanne mich und es klappt. Innerhalb weniger Tage ist Anna ohne jegliche Symptome. Ich habe natürlich keine Bestätigung dafür, aber ich bin mir sicher, dass erst nachdem ich meine Angst vor der Ansteckung abgelegt habe, musste Anna mir die Symptome nicht mehr zeigen. Für Max ist der Keuchhusten in dieser Situation wichtig, für Anna wäre er nur eine Reaktion auf meine Angst gewesen, aber nicht von Nöten! Der Geist ist stärker als die Materie.

Die Nächte bleiben weiter anstrengend. Max helfen zunächst Ipecacuanha LM12, später dann Pulsatilla LM6 und schließlich Coccus cacti LM18. Mein Mann hat sieben Monate Elternzeit und betreut Max, während ich mich um Anna kümmere. Zum Glück ist sie ein sehr ausgeglichenes und entspanntes Baby.

Max hat zwischenzeitlich wieder Fieber bis 41° C. Wir fahren öfters in die Berge und eine Salzgrotte, was den Husten weiter verbessert.

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