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2. Termin im FHC - Mai 2014

Am Montag den 19. Mai 2014 starten wir mit Max zum zweiten Mal Richtung Philadelphia. Der Flug war mal wieder total entspannt und Max hat sogar 2 Stunden geschlafen. Das Leihauto ist schnell geholt und wir checken um 18 Uhr im Hotel ein. Diesmal haben wir uns für ein anderes Hotel entschieden, weil hier eine Küchenzeile mit im Zimmer ist.

Nach einem Abendessen und einem Bad gehen wir früh schlafen.

Den Dienstag haben wir immer noch zur Akklimatisierung frei. Der Tag ist auch wirklich wichtig. Wenn es gleich am nächsten Tag, nach der Anreise los ging, wäre es schon echt heftig. So verbringen wir den Tag in einem schönen Park, gehen in einer der größten Malls Amerikas, im „King of Prussia“ etwas shoppen und genießen die Zeit zu dritt.

Max genießt wie immer unsere volle Aufmerksamkeit und ist total entspannt. Es ist so unkompliziert mit ihm. Egal ob es Autofahrten, Hotels, das sitzen im Buggy oder was auch immer ist, er macht das ganz relaxt mit.

Am Mittwoch geht es dann um 8:30 Uhr im Family Hope Center los. Zuerst werden wir alle von Matthew begrüßt und wir beginnen unsere „Tour“ bei Greg. Mit ihm besprechen wir alle Änderungen und er stuft Max erneut in seiner Entwicklung ein. Wir merken schon, dass sich viel getan hat.

Was uns selbst sehr überrascht ist, dass Max offensichtlich lesen kann! Wir haben mit ihm ja täglich mit Wortkarten geübt. Die Aufgabe war, ihm ein Bild eines Gegenstandes zu zeigen, dann das jeweilige Wort und zum Schluss den realen Gegenstand. Z.B. Apfel. Im Laufe des Tages waren das 9 verschiedene Bilder, Worte und Gegenstände. Ich habe dann auch zwischendurch immer wieder getestet, ob er die Begriffe auch kennt, indem ich ihm zwei verschiedene Wörter hingelegt habe und gefragt habe, welches Wort heißt Auto? Hat nur immer so 50/50 geklappt, daher war ich der Meinung, das waren Glückstreffer. ABER, Greg hat das auch mit Max gemacht und hat bei mindestens 20 Versuchen alle Begriffe richtig gezeigt. Auch wenn wir ihm drei unterschiedliche Begriffe hingelegt haben! Sensationell. Ich bin so begeistert.

Bei Maria geht es um den motorischen Part. Max darf zeigen, wie toll das mit dem Krabbeln und Kriechen klappt. Auch mit Maria besprechen wir nochmal die Veränderungen.

Nach der Mittagspause ist unser Termin bei Andrea. Mit ihr besprechen wir die Ernährung. Wir sind ja seit 01.01.2014 gluten- und milcheiweißfrei. Das sollen wir noch ein bisschen durchhalten und dann langsam wieder einführen und eventuelle Reaktionen beobachten. Sollte Max sehr empfindlich auf die Gluten reagieren, werden wir sie selbstverständlich dauerhaft weglassen. Aber es wäre schön und eine große Erleichterung, wenn wir Max zumindest gelegentlich gluten haltige Speisen geben könnten. Zu Hause ist es ja kein Problem, aber auswärts oder bei Einladungen stellt uns das vor Herausforderungen. Max versteht ja nicht, warum er jetzt kein Stück von der leckeren Pizza essen darf, die irgendjemand am Tisch gerade isst... Wir werden sehen.

Andrea ist jedenfalls sehr zufrieden mit uns und wir sollen Max auch weiterhin Vemma als Nahrungsergänzung geben, weil das einfach alles enthält. Zusätzlich sollen wir mit Max noch Basenbäder machen. Haben wir sowieso schon gemacht, werden einfach die Häufigkeit noch erhöhen.

Dr. Bernardo ist auch sehr zufrieden mit Max und meint, wenn wir einen guten Homöopathen haben, sollen wir alles so weitermachen wie bisher.

Unser Termin mit Dr. Berry ist nicht schön. Max bekommt eine Craniosakral Behandlung, die für ihn schrecklich ist. Er bleibt ja nicht ruhig liegen, daher müssen wir ihn festhalten. Dabei muss Max sich so aufregen, dass er sich mehrfach übergibt. Wir beenden die Sitzung und lehnen auch weitere Behandlungen ab. Dr. Berry ist trotzdem sehr zufrieden. Max hat einen tollen Rhythmus und spricht auf alles sehr gut an. Er braucht jetzt erst mal Pause!

Dr. Joe sagen wir schon zu Beginn, dass wir Max keine Einlage machen lassen möchten. Er informiert uns nochmal über seine Erfahrungen und Überzeugen und versucht uns zu überzeugen, dass diese Einlagen wichtig sind. Wir sind anderer Meinung, werden das Thema, aber nochmal mit unserem Osteopathen besprechen. Wir sind so verblieben, dass wir beim nächsten Besuch nochmal darüber reden.

Der Termin bei Carol verläuft dann sehr entspannt und äußerst erfreulich. Wir besprechen die neurologische Entwicklung von Max. Er hat in den letzten 5,5 Monaten eine Entwicklung von fast 12 Monaten gemacht! Das ist perfekt und das FHC-Team ist begeistert. Carol lobt uns auch für unsere „Arbeit“. Ich bin echt stolz auf Max und natürlich auch auf uns.

Da heute alles sehr zügig abgelaufen ist und morgen sowieso eine voller Tag wird, machen wir unsere erste Programm Besprechung noch heute. Wir gehen zu Judy ins Büro und bekommen unser neues Lernprogramm. Wird ähnlich wie das letzte, aber noch ein bisschen detaillierter. Vorher ging es „nur“ darum, dass Max seinen Wortschatz und sein Verständnis verbessern kann, jetzt geht es mehr um Zusammenhänge. Also, z.B. ihm ein Bild mit einem GROSSEN Elefanten und einer KLEINEN Maus zeigen und dann geht es um die Wörter groß und klein und das gleich im Zusammenhand mit dem jeweiligen Tier.

Danach fahren wir erschöpft, aber immer noch stolz ins Hotel. Noch kurz was essen und duschen und ab ins Bett.

Am Donnerstag sind wir wieder um 8:30 Uhr in der Begrüßungsrunde und Matthew bespricht den Tag mit uns und wir bekommen unsere neuen Unterlagen. Wir beginnen bei Mark und den Atem-Reflex-Beuteln. Mark erklärt uns nochmal, wie wichtig es ist, Max dazu zu bringen, 30 Mal in diesem Beutel zu atmen. Das hat ja bisher noch nicht so gut geklappt. Wir beschließen, ihm die ersten Male einfach festzuhalten. Normalerweise, wenn er nach einiger Zeit merkt, ist nicht schlimm und es wird zur Routine, dann weiß er was los ist und macht auch toll mit. Das müssen wir jetzt einfach durchstehen. War ja beim Kriechen auch so...

Zusätzlich zu den Reflexbeuteln bekommen wir die Aufgabe, Max mit einem Sauerstoffgemisch zu beatmen. Wird wohl auch eine Herausforderung, aber darum machen wir das ja auch. :-)

Als nächstes sind wir wieder bei Greg und er erklärt uns, wie es weitergeht mit dem Hören, Riechen und dem Fühlen. Wird alles ein bisschen spezieller, aber im Grunde ähnlich. Ein paar Dinge können wir weglassen und ein paar neue kommen dazu. Alles machbar. Ich bin froh, dass das tägliche erschrecken mit einem Airhorn wegfällt. Bei dem Test gestern hat Max sehr gut reagiert. Das bedeutet, Schreckrefelx gut integriert.

Unser letzter Termin ist bei Maria, die unsere bisherige Kriech- und Krabbelstrecke verdoppelt. Das kann was werden. Die Reflexmassage können wir wie gehabt weiterführen.

Das war es.

Timmy bittet uns noch, ob wir mit ihm ein kurzes Interview vor der Kamera machen können und einfach ein paar Fragen beantworten. Machen wir natürlich gerne und wir erklären, warum wir hier sind, was sich alles getan hat und was wir uns erwarten. Hier ist der Link zu diesem Video:

http://vimeo.com/97542737

Danach fahren wir platt zurück ins Hotel. Es gibt noch was zu Essen und wir kuscheln und entspannen im Bett.

Da die Flüge um mehr als die Hälfte günstiger sind, wenn wir eine Woche in den USA bleiben, haben wir noch ein freies Wochenende vor uns. Wir beschließen dieses direkt in Philadelphia zu verbringen und fahren am Freitag dort in ein Hotel und besichtigen weitestgehend zu Fuß diese tolle Stadt. Max ist wie immer ein dankbarere „Buggysitzer“, läuft mit uns die „Rocky-Steps“ runter und besucht das „Please touch museum“.

Eine anstrengende, spannende, stolze, erkenntnisreiche und intensive Woche ist vorbei und wir fliegen am Sonntag, leider mit zwei Stunden Verspätung wieder nach München. Max verschläft fast den ganzen Rückflug und so können Alex und ich auch etwas schlafen.

Danke.