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Der Verdacht

Ich merkte schon die Woche davor, dass Max auffallend ruhig und sehr schläfrig war. Ich kann mich an einen Tag erinnern, an dem der nur geschlafen hat. Genau fünf Mal zum Stillen aufgewacht ist und sonst nichts gemacht hat. Da dachte ich mir noch: Wachstumsschub, oder ähnliches. Kann ja viel sein, wenn Babies schlafen.

Allerdings bemerkte ich dann am besagten 21.3., sonntags seltsame Zuckungen. Er wurde total ängstlich, hat vor sich hin gejammert, riss die Arme in die Höhe und verdrehte die Augen. Zufällig war an dem Tag meine Mama da und hat es auch gesehen. Wir sind beide erschrocken, aber nachdem Max danach wieder ganz normal war, unternahmen wir nichts.

Das gleiche erlebten wir am Montag 22.3.. Als wir dann am Dienstag fünf dieser „Anfälle“ beobachten konnten, fuhren wir zuerst zu unserem Osteopathen und machten für Mittwoch einen Termin beim Kinderarzt. Der Osteopath konnte uns nicht wirklich weiterhelfen, attestierte uns für Max aber eine verminderte CRI (= cranio rhythmic impulse). Das bedeutet, dass die Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit die normalerweise in einer ganz eigenen Frequenz (6−12 mal pro Minute) pulsiert und unabhängig von der Herz- und Atemfrequenz ist, verlangsamt ist. Das deutet wiederrum darauf hin, dass im Körper Prozesse stattfinden, die den kleinen Körper stressen.

Der Kinderarzt Termin brachte insoweit genauso wenig, weil wir „nur“ eine Überweisung ins nächstgelegene SPZ zum stationären EEG bekamen. Während wir beim Kinderarzt waren, hatte Max auch einen dieser Anfälle. Der KA wollte aber keine Verdachtsdiagnose stellen und beruhigte uns noch, dass sich nur 5 % der Epilepsie Verdachtsfälle wirklich als solche herausstellen. Wir sind zuversichtlich…

Leider ergibt die Recherche im Internet auch keine brauchbaren Erkenntnisse. Nur viele erschrenkenden Berichte. Wir fahren also, mit viel Sorge und Angst am Donnerstag ins SPZ…